Buehnenbild_Kurs_STOPP.jpg Foto: Roland Weibezahn / DRK
Kurs STOPP! Ich wehre mich!Kurs STOPP! Ich wehre mich!

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Kurs STOPP! Ich wehre mich!

Foto: Portrait von Susanne Stadtlander.

Susanne Stadtlander

Telefon:
04202 881099

E-Mail:
s.stadtlander(at)drk-achim.de

Seit 2011 bietet unser Ortsverein in jedem Frühjahr einen Kurs "STOPP! Ich wehre mich!" an, der an sieben Samstagen jeweils vormittags im DRK-Heim Langenstraße 1 durchgeführt wird. Die Länge des Kurses folgt auch daraus, dass die Verhaltensweisen wiederholt eingeübt werden: nur dann kann man davon ausgehen, dass das Erlernte auch in Stress-Situationen in die Tat umgesetzt werden kann.

Die Idee für diesen Kurs ist entstanden unter dem Eindruck der zunehmenden Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft, die gerade auch unter Kindern und Jugendlichen deutlich zugenommen hat. Der Kurs hat verschiedene Ziele:

Kursziel – Selbstverteidigung

Den Kindern wird für den Fall eines Angriffs nicht vollkommene Gewaltlosigkeit nahegelegt, sondern sie sollen die notwendigen Verhaltensweisen einüben, um aus der "Opferrolle" herauszukommen, d.h. es wird Selbstverteidigung im Sinne von Deeskalation geübt, wobei die Verhältnismäßigkeit der eigenen Reaktion gewahrt sein muss- überzogene Notwehr oder gar Rache sind "tabu" (versucht ein anderes Kind, z.B. einem spielenden Kind die (neue) Schaufel wegzunehmen und gibt ihm dazu eine Ohrfeige, darf sich das Kind nicht durch Zuschlagen mit der Schaufel wehren).

Kursziel – Selbstbehauptung

Den Teilnehmern soll vermittelt werden, eine bedrohliche Situation rechtzeitig zu erkennen, so dass sie lernen, eine brisante Situation zu vermeiden, sich ihr also zu entziehen. Dazu zwei kleine Beispiele:
Dazu gehört das Erlernen von angemessenem Verhalten gegenüber Freunden und Bekannten, gegen Mitschüler sowie gegen Fremde.
Bei Ansprechen aus einem Auto heraus z.B. wird gelernt, sich nicht in Fahrtrichtung des Autos zu entfernen, sondern in entgegengesetzter Richtung.
Ein lauter Ruf "Lassen Sie mich in Ruhe" (Das "Sie" ist wichtig!) erzeugt die erforderliche Aufmerksamkeit und macht allen anderen unmittelbar klar, dass hier ein Fremder dem Kind gegenübersteht!

An die Eltern ergeht z.B. der Rat, mit ihren Kindern klare (eng gefasste) Regeln zu vereinbaren, wer das Kind immer mitnehmen darf, wann das Kind im Einzelfall vorher die Eltern fragen muss (Ausnahmen gelten also nur für den einen Tag!).
Dahinter steht die Erfahrung: In etwa  80% der Fälle kennt das Kind den Täter schon vorher!Auch erfolgt die weit überwiegende Zahl von Zugriffen auf Kinder, die allein unterwegs sind - daher sind dafür besondere Strategien zu entwickeln , um solche Situation zu reduzieren bzw. unter Kontrolle zu halten, z.B. geeignete Kontrollanrufe baldmöglichst nach dem Trennen.

Den Kindern wird auch klargemacht, dass sie mit ihren Eltern immer über vorhandene Ängste sprechen sollten!

Eine weitere Übungseinheit vermittelt den Kursteilnehmern das richtige Verhalten gegenüber Hunden (einschließlich Übungen mit einem dazu geeigneten Hund - diese Übung macht den Kindern immer besonderen Spass)

Kurstermine

Kurstermine auf Anfrage bei Frau Susanne Stadtlander